Vom Gold und vom Teilen


Gold ist, wie ich in den letzten Jahren gelernt habe, nicht nur für Königskronen, Eheringe und andere Dinge wie tonnenschwere Uhren wichtig. Es ist für jeden Computer und jedes Smartphone nötig, damit wir alles mit allen teilen können, was uns so bewegt. Das Blöde an diesem Gold ist, dass es zu furchtbar brutalen Kriegen führt. Das Gold, das uns das Teilen und Liken ermöglicht, scheint für die, die es aus dem Boden holen, nicht teilsam zu sein und führt schon gar nicht ins Liken. Was uns in Fülle, Nähe und ins Miteinander bringt, sorgt gleichzeitig in einem anderen Teil der Welt für Leid, Habgier, Hass und Zerstörung. Gold. Gibt es auf der ganzen Welt. Auch in Beziehungen. Da hat natürlich immer der Andere eine ganze Truhe voller Gold, so glauben wir, und sitzt drauf und gibt uns nichts davon ab. Wo wir selbst es doch so nötig hätten. Das Gold erscheint in vielen verheißungsvollen Glanzbildern: Anerkennung, Zärtlichkeit, Fürsorge, sexuelle Hingabe, Bewunderung und Liebe. Und so stehen wir vor unsrem Partner und fordern hartnäckig die Herausgabe dieser schönen Gaben. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, werden verschiedene Mittel benutzt: Liebesentzug, sexuelle Verweigerung, Beschimpfungen in jeglicher Form, Erpressung, Manipulation und versuchter Raubüberfall. Und nix hat Erfolg. Der Inhalt der Truhe bleibt uns verwehrt, so sehr wir den Anderen auch bedrängen und bedrohen. Denn wenn uns das Gold des Andern auf diese räuberische Weise in die Hände fällt, zerfällt es zu Staub. Oder hat jemand schon davon gehört, dass irgendjemand durch erpresste Zuneigung glücklich und satt geworden ist? Aber wieso gibt der Andere nicht einfach her, was wir so dringend brauchen? Ganz einfach: Er hat es nicht. Und wenn er es tatsächlich hat, weiß er nicht, wo er suchen sollte oder der Schlüssel ist schon lange verloren gegangen. Es ist, als würden wir einen Bettler auf der Straße immer wieder nörgeln, uns jetzt doch bitte sofort 1000Euro zu geben. Aber was sehen wir bei dem Anderen? Der Mensch ist nur in der Lage Dinge zu erkennen, die er selber kennt. Oder kannst Du Dir wirklich vorstellen wie eine Ameise ihre Freunde erkennt? Das heißt, was ich bei dem andern sehen kann, sind meine eigenen Fähigkeiten, nicht voll ausgebildet vielleicht, aber da. Und jetzt die Frage: Wenn ich also selbst auf einer Goldkiste sitze, warum nicht zuerst abgeben? Was man sich selbst am meisten wünscht, sollte man zuerst verschenken. Sich und den Anderen. Erst wenn wir selbst unser Verlangen nach Gold gestillt haben, wird der Andere vorsichtig seine Truhen öffnen, ansonsten ist das Risiko ausgeplündert zu werden viel zu groß. Das Gold das Du vom anderen willst, hast Du selbst, Du brauchst es nicht zu rauben. Wenn er es Dir freiwillig gibt: Jubel und wirf Deins dazu. Diese Form des Goldes hat die Fähigkeit zu wachsen und sich zu vermehren, damit es ein Leben lang reicht. Auch in schlechten Zeiten. Und wenn du meinst, noch etwas echtes Gold zu brauchen, dann finde den Ort an dem das Gold auf den Bäumen wächst. Den haben Wissenschaftler gefunden und der ist somit genauso wenig ein Märchen wie die Liebe.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/gold-platin-und-diamanten-im-kongo-tobt-ein-krieg-um-bodenschaetze-a-879317.html

https://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/politik/Die-Kongo-Tragoedie-article9629311.html

https://www.geo.de/magazine/geo-kompakt/13300-geo-kompakt-nr-38-03-2014-das-geheime-leben-der-pflanzen#page/5

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